Dass auch immer alles so langweilig voraussehbar sein muss… Neues von Goodbye Earl
E-Mail für den dochBlog! Inhalt: eine hierher weitergeleitete Antwort Goodbye Earls auf eine vorangehende Mail Fs, in der dieser um die Möglichkeit eines klärenden Gesprächs mit allen Beteiligten bittet. (Hintergründe.) Goodbye Earl tut uns einen Gefallen, indem er seine Antwort durch Unterzeichnung mit Gruppennamen offiziell macht. Spoiler-Warnung: Da wird an den Haaren gezogen, gekniffen, geheult, mit Sand geworfen und ans Bein gepullert. Das Private zum Politkum erklärt und nicht als solches behandelt. (mehr…)
„Sexualisierte Gewalt im linkem Verhaltenskodex“ titelt der offensichtlich eigens für diesen Artikel eingerichtete Blog Goodbye Earl seit gestern. – „Nanu“, denken wir da, „sexualisierte Gewalt legitimiert durch eimem limkem Verhaltenskodex?“ – Eben nicht, stellt der Artikel klar fest und erzählt dann die Geschichte von der (inzwischen erledigten) Beziehung von F und X, innerhalb derer es zu einem Skandal gekommen sei: F (männlich) habe X (weiblich) erst psychisch terrorisiert und dann vergewaltigt. Die Angehörigen aller Kreise, in denen F unterwegs ist, sind nun durch den Blog aufgerufen, Fs soziales Leben zu ruinieren.
Die Berichterstattung von Goodbye Earl ist bemüht um eine sachliche Darstellung bzw. um die Suggestion derselben – und scheitert darin kläglich. Zu einem ordentlichen Aufruf gehört aber eben nun mal ein einschlägiger Stil, und daher liest sich jeder Satz wie eine eigene kleine Anklage. Detailliert geschildert wird auch die persönliche Motivation der Protagonisten in jeder umrissenen Situation. Ja, beinahe jeder einzelne Gedanke Fs wird gelesen, angeführt, linksemanzipativ analysiert und – weil ausdrücklich abzulehnen – ordentlich verurteilt. (mehr…)