Archiv der Kategorie 'Die LINKE'

„Ein Stück weit Erkenntnis“

Jüngst landete mir das hier auf dem Bildschirm: eine am 24.06.2009 auf der Webseite von Salam Shalom, dem Arbeitskreis Palästina/Israel, veröffentlichte Übersetzung eines Artikels von Yossi Bar-tal vom 18.03.2009. Bar-tal gehört zu den InitiatorInnen der Diskussion um die diesjährige Ferienakademie der Rosa Luxemburg-Stiftung. Sein Artikel erschien zunächst bei HAOKETS, wurde dann ins Englische übersetzt und löste offenbar eine wilde Diskussion über das darin Dargestellte aus.
Der Artikel gehört bei Salam Shalom zu den Basistexten vom „Online Infotisch“. Lesenswert weil informativ ist er allerdings; denn die politischen Ideen Bar-tals, die dieser hier ausführlich entnehmbar macht, geben einigen Aufschluss darüber, warum es ihm so wichtig war, mitzuhelfen, eine Kontroverse in der Stiftung los zu treten, wo in dieser Form keine Notwendigkeit bestand. Insofern konnte der Artikel ein Stück weit der Fassungslosigkeit über die Diskussion begegnen. (mehr…)

„Balanceakt für die Würde“

Dritte Fortsetzung der Dokumentation über den Streit um das Programm der diesjährigen Ferienakademie (FA) der Rosa Luxemburg-Stiftung (RLS)

Nachdem sich in der letzten Woche vier Bundesabgeordnete der LINKEN in der jungen Welt zu Wort gemeldet hatten, bezog RLS-Geschäftsführer Florian Weis am 14.07.2009 im Namen der Rosa Luxemburg-Stiftung auf der Stiftungswebsite Stellung zur Diskussion um die Ferienakademie. Hierin weist er mehrfach hin auf die Organisation durch die StipendiatInnen – im Zusammenhang damit auch auf die unangenehme Lage, in die dieses Prinzip die Stiftung nun bringe. Weis äußert sich hin- und hergerissen und während seines seltsamen Balanceakts unternimmt er den Versuch, auf Kosten des Ansehens der Stiftung wenigstens halbwegs die eigene Würde zu bewahren. Um die durch die Diskussion des FA-Programms offenbar verrückte öffentliche Wahrnehmung der RLS zu korrigieren, weist er anschließend hin auf einige von der Stiftung abgesegnete Positionen und Publikationen zum Nahostkonflikt.
Am 15.07.2009 erschien im Neuen Deutschland die zweifelhafte Berichterstattung von Susann Witt-Stahl, mit der sich dieser Blog schon befasst hat.
Ungefähr zeitgleich tauchte der Aufruf des AK Rechtspolitik und Menschenrechte in Zusammenarbeit mit dem AK Internationalismus bei indymedia auf und verwandelte – zum Ärger der Initiatoren – das im Aufruf konspirativ gemeinte Treffen in ein öffentliches.
Gestern veröffentlichte der BAK Shalom der Linksjugend [’solid] eine eigene Stellungnahme zur Unterstützung von RLS-Studienwerk und AK Antisemitismus. (mehr…)

„Vom Diener des Dieners des Herren“

Zweite Fortsetzung der Dokumentation der Kontroverse im Vorfeld der diesjährigen Ferienakademie (FA) der Rosa Luxemburg-Stiftung (RLS) und Fortsetzung der Analyse

In Rahmen der Diskussion um das Programm der diesjährigen FA der RLS ist das Neue Deutschland (ND) dem Ruf der Bundestagsabgeordneten Hüseyin Aydin, Wolfgang Gehrcke, Monika Knoche und Norman Paech gefolgt. Dies ist einer am 15.07.2009 im ND veröffentlichten Berichterstattung über den Diskussionsverlauf zu entnehmen.

Das ND definiert sich als „eine professionell gemachte Tageszeitung, die mit linkem Ideengut über den Tellerrand des journalistischen Alltags hinausdenkt“. Den Teller interpretiert ND-Autorin Susann Witt-Stahl offenbar als einen, von dem man guten Journalismus löffelt.1 Tatkräftig und munter löffelt sie so weit über den Rand hinaus, dass man sich an ihrer Suppe erbrechen könnte. (mehr…)

„Der Tragödie zweiter Teil“

Fortsetzung der Dokumentation der Kontroverse im Vorfeld der diesjährigen Ferienakademie (FA) der Rosa Luxemburg-Stiftung (RLS)

Die Diskussion um das Programm der diesjährigen FA der RLS zieht immer weitere Kreise. Inzwischen hat sie ganz neue Dimensionen und Qualitäten erreicht. Diskutiert wird nun bereits ebenfalls hitzig unter StipendiatInnen der Hans-Böckler-Stiftung. Während also manche StipendiatInnen der RLS der Frage auf den Grund zu gehen versuchen, was Rosa Luxemburg zum Nahostkonflikt gesagt hätte, beschäftigen sich manche in der Hans-Böckler-Stiftung mit der Frage, wie „die Arbeiterbewegung“ das Trara um das FA-Programm denn nun beurteilt hätte.
Und sogar an Oberster Stelle wird diskutiert: In der jungen Welt vom 12.07.2009 äußern sich vier einschlägige Bundestagsabgeordnete der Linken und fordern nun als solche vom Studienwerk der RLS, die drei Referenten des AK Antisemitismus auszuladen. (mehr…)